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Hedging Lufthansa Treibstoffkosten
By Martin | January 12, 2010
Der jährliche Treibstoffverbrauch des Lufthansa Konzerns lag im Geschäftsjahr 2008 bei etwa 7,9 Millionen Tonnen Kerosin. Er stellt für den Lufthansa Konzern eine wesentliche Aufwandsposition dar. Starke Veränderungen der Treibstoffpreise können somit das betriebliche Ergebnis erheblich beeinflussen. Lufthansa setzt deswegen eine regelbasierte Treibstoffpreis-Sicherung mit einem Zeithorizont von 24 Monaten ein. Ziel ist es, die Schwankungen der Treibstoffpreise zu verringern. Die Sicherungen erfolgen überwiegend in Rohöl, nach Möglichkeit ergänzt um die Preisdifferenz Kerosin zu Rohöl.
Bei der Treibstoffabsicherung bedient sich Lufthansa der üblichen Marktinstrumentarien wie Terminkontrakten und Optionen. Lufthansa sichert mit einem Vorlauf von 24 Monaten jeweils monatlich 4,8 Prozent der geplanten Menge in Brent-Collars bis zu einem Sicherungsgrad von 85 Prozent. Den Sicherungsgeschäften liegt also eine feste Regel zugrunde, sie bilden somit einen Durchschnittskurs der Rohölpreise ab. Die auf einen Zeitpunkt folgenden sechs Monate sind daher zu 85 Prozent gesichert.
Als ergänzende Maßnahme zur Risikoreduktion hat sich der Treibstoffzuschlag im Markt etabliert. Es ist jedoch ungewiss, in welchem Umfang sich der Zuschlag je nach Entwicklung der Treibstoffpreise und des konjunkturellen Umfeldes durchsetzen lässt.
Folgende Grafik stellt den Treibstoffaufwand nach Hedging unter Annahme verschiedener Ölpreisszenarien dar.
Ölpreisszenario Lufthansa Konzern
Stand 11. März 2009
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