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Fed verändert Repo-Geschäft

By Martin | June 22, 2009

Geplant ist nach Informationen der Financial Times, jene Geldhäuser, die als Abwickler in die Geschäfte zwischengeschaltet sind, durch eine unabhängige staatliche Stelle zu ersetzen. Bereits im Juli wollen Vertreter der Fed darüber mit Marktteilnehmern diskutieren. Schon im Oktober könnte das neue Repo-System die Arbeit aufnehmen.

Neben der Begebung von Anleihen ist das die Hauptrefinanzierungsquelle der Geschäftsbanken – und inzwischen auch der US-Investmentbanken, denen diese Möglichkeit vor der Krise verwehrt war. Ihnen steht das Refinanzierungsfenster aber nur bis Oktober offen – daher nun die Eile der Fed, die belegt, wie groß die Sorgen um die Investmentbanken noch immer sind.
Seit Ausbruch der Krise akzeptieren Fed, Europäische Zentralbank und andere Notenbanken auch Wertpapiere schlechterer Qualität.
Die Abwicklung der Repo-Geschäfte übernehmen Clearingbanken, die häufig selbst Investmentbanken sind. Die größten US-Anbieter sind JP Morgan und die Bank of New York Mellon.
Sie habe Bedenken, dass das System die Investmentbanken womöglich in Not bringen kann, wenn der Wert der Papiere sinkt, die sie als Sicherheit hinterlegt haben. Denn dann müssen die Clearingbanken weitere Sicherheiten anfordern, um Verluste zu vermeiden. Dadurch aber könnten sie die Banken, die im normalen Geschäft Rivalen sind, in Schieflage bringen.
Außerdem fürchtet die Fed die Folgen für das ohnehin fragile Finanzsystem für den Fall, dass eine Clearingbank kollabiert. “Die Clearingbanken befürchten, dass die Positionen der Investmentbanken so groß sein könnten, dass sie deren Zusammenbruch nur schwer verkraften könnten”, sagte ein Notenbank-Insider.

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